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Die Hunnen kommen

König Attila und seine Horden besetzen Neuwieder Altenzentrum

Am 19.06.2019 die Götter grollen, der Himmel wird dunkel, reißt blitzartig auf, der unaufhaltsame Einzug König Attilas mit seinen Horden nimmt seinen Lauf. Die schaurigen, geheimnisvollen Klänge lassen alle erbeben, welch ein Tag, was wird das wohl geben. Verzaubert, entführt in eine andere Zeit, überall Hunnen, weit und breit.

Mit selbstentworfenen, traditionellen Gewandungen aus Leder, Metallen, Fellen und Federn erhalten wir Einblick in Geschichten aus früheren Leben. Ein Kunsthandwerk uns unbekannt, fern aus dem Nomadenland.

Ein Lager aus altehrwürdigen Jurten, Zelten, der Tafel, einem Bogenschießplatz sowie ein Schmuckstand mit edlem Geschmeide, ein furchterregender Pranger, der auch zum Einsatz kam, verwarf jegliche Planung zum Sommerfest dann.

Es folgten traditionelle Zeremonien, die Tafelbesetzung von König Attila und seinen Fürsten; Sklaven dienten der Herrschaft, verhinderten ein Dürsten. Auch Hungern musste niemand hier, neben gegrillter Wurst, Spanferkel und Bier. Gekostet wurde von selbst hergestelltem Met, was schlagartig alle Sinne belebte.

Die Bewohner kamen aus dem Staunen überhaupt nicht heraus, eine Darbietung jagte die andere, man bewunderte die Horden und spendete reichlich Applaus. Sie überzeugten mit Gesang und Spiel und ihrer dunklen Magie.

Auch unsere Leitung hatten die Hunnen im Visier, zwangen einen nach dem anderen gekonnt in die Knie.

Mit Pflegedienstleitung Heiko Reinert fing es an, der als erster an den Pranger kam. Mit einem Apfel im Mund, lief es erstmal friedlich rund. Kein Geschrei, kein Gemecker, keinem geht er auf den Wecker. Solch eine Gelegenheit kommt bestimmt nicht mehr, plötzlich ergriff unsere Carla die Peitsche, jauchzte bei jedem Schlag, den Klängen genussvoll hinterher.

Auch unsere Leitung des Sozialen Dienstes Anna Bouhs blieb nicht verschont, sie erntete am Pranger ihren Lohn. Stunden stand sie bittend und schreiend, dass man sie doch endlich befreiet. Schließlich wurde ihr Wunsch erhört, aber nur, weil Sie ewige Treue schwört. WEM ? das bleibt stillschweigend geheim, denn das weiß nur Frau Bouhs allein.

Einer fehlt noch in diesem Gesehen und tatsächlich man konnte den Einrichtungsleiter Jörg Olbrecht beim Bauchtanz sehen. Ja Sie haben es richtig vernommen, Bauchtänzerin Yasira hat ihn mit auf die Bühne genommen.

Bei orientalischen Klängen ist es dann passiert, Herr Olbrecht kreiste die Hüften ganz ungeniert. Sein ganzer Körper zitterte und bebte, man sah die Freude, die er beim Tanz erlebte. Tosender Beifall von allen Seiten, das wird Herrn Olbrecht noch lange begleiten! (Schmunzel)!

Zur Abkühlung am Nachmittag dann, gab es italienisches Eis für Jedermann. Auch den Spielmannszug noch gern erwähnt, der unser Fest hat sehr verschönt.

Bei weitem noch nicht genug erlebt, nichts wird vergessen, wie gut, dass es die Fotobox gibt.

Unvergessliches wird festgehalten, individuell zu gestalten; mal kess, mal ernst, jeder nach seinem Befinden, so war garantiert ein gutes Gelingen.

Ein Spaß für alle an diesem Tag, der gerne verrückte, auch emotionale Dinge mag.

So neigt sich auch dieses gelungene Fest dem Ende zu, es war aufregend, fremd, unglaublich und spannend dazu. Noch lange wird es uns in Erinnerung bleiben, um all das Erlebte noch oft und gerne zu beschreiben.

Um überhaupt einen solch tollen Einblick in das Leben um die Welt der Hunnen zu bekommen, möchten wir uns an dieser Stelle herzlichst bei Isabell Adams und ihrer Schwester Marion Zils bedanken, die sich der Planung, der Organisation, der Einladungen der Horden sowie der Programmführung gekonnt angenommen haben.

2 Frauen, die König Attila und seinen Horden wohl bekannt, drum seien Sie hier gerne Besonders genannt.

Auch Dank an alle befreundeten Horden und Untertanen König Attilas, die der Einladung spontan gefolgt sind und uns somit einen erlebnisvollen und unvergesslichen Tag bereitet haben.

Großen Dank selbstverständlich auch an alle Mitarbeiter, Helfer, Praktikanten und Ehrenamtlichen unseres Hauses, die mit ihre Bereitschaft, gekrönt durch eine offenes Miteinander, mit viel Liebe zum Detail zum Gelingen dieses tollen Festes beigetragen haben. Denn ohne ein "Wir" ständen wir alle nicht "Hier"


Der Himmel weint, die Erde bebt, so hat Neuwied

König Atilla und seine Horden erlebt.



190810 altenheim ev bg neuwied sommerfest 2019

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